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Karl-Heinz-Ott: Hölderlins Geister

Ein Dichter zwischen Weltkrieg, Heidegger und Rotem Stern: Karl-Heinz Ott liest am Freitag, 1. Oktober, um 19.30 Uhr im Franziskanerkloster aus seinem Buch Hölderlins Geister und referiert über die Hölderlin-Manien des 20. Jahrhunderts.

 

Am Eingang des Tübinger Hölderlin-Turms stand jahrelang der Satz aufgesprüht: „Der Hölderlin isch et veruckt gwä!“ Ein Verrückter? Ein Revolutionär? Schwäbischer Idylliker? Oder der Vorreiter aller modernen Poesie? Friedrich Hölderlin, der Mann im Turm, ist umkämpft wie kein zweiter deutscher Dichter. Im 19. Jahrhundert fast vergessen, im 20. Jahrhundert vom George-Kreis wiederentdeckt, von den 68ern als Revolutionär gefeiert: In seinem so witzigen wie gelehrten Essay zeigt Karl-Heinz Ott Hölderlin als großen Spiegel Deutschlands. Tübingen ist der Rahmen; dort hat der Dichter den größten Teil seines Lebens zugebracht, dort geistert er bis heute faszinierend umher.

Regelmäßig ist Karl-Heinz Ott bei der vhs Ehingen zu Gast und stellt sein neuestes Werk vor.

Ott ist in Oberdischingen aufgewachsen und ging in Ehingen zur Schule. Mehrfach wurde er für sein Werk ausgezeichnet, u.a. mit dem Förderpreis des Friedrich-Hölderlin-Preises (1999), dem Alemannischen Literaturpreis (2005), dem Preis der LiteraTour Nord (2006), dem Johann-Peter-Hebel-Preis (2012), dem Wolfgang-Koeppen-Preis (2014) und dem Joseph-Breitbach-Preis (2021).

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